Medizininformatik in Deutschland

Bayer AG
Leverkusen

Projektpartner im Konsortium SMITH

Schnelles therapeutisches Handeln ist besonders wichtig, wenn sich in der Intensivmedizin der Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten in kurzer Zeit verschlechtert. Deshalb wurde im SMITH-Konsortium ein virtueller „Diagnostischer Expertenberater“ entwickelt. Er unterstützt Ärztinnen und Ärzten am Krankenbett dabei, die für die Betroffenen bestmöglichen Entscheidungen schnell zu treffen.

Dafür haben Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizininformatik, Informationstechnologie und Versorgung gemeinsam „virtuelle Modelle“ von Intensivpatientinnen und -patienten entwickelt. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz haben diese Modelle gelernt, in den auf Intensivstationen erfassten Daten von Patientinnen und Patienten versteckte Vorboten für ein akutes Lungenversagen zu erkennen. Das System alarmiert die Behandelnden unverzüglich, damit sie rechtzeitig die oft lebensrettenden therapeutischen Schritte einleiten können.

Die Bayer AG hat dafür langjährige Erfahrungen mit computerbasierten Patientenmodellen in die Medizininformatik-Initiative eingebracht. Unter Federführung der Universitätsklinik Aachen hat sie dabei eng mit dem „Supercomputing Centre“ am Forschungszentrum Jülich zusammengearbeitet.

Forschung und Entwicklung bei Bayer

Intensivmedizin

In den auf Intensivstationen erfassten Patientendaten versteckte Vorboten für kritische Situationen – z.B. für ein drohendes akutes Lungenversagen – erkennen Computermodelle mithilfe Künstlicher Intelligenz. Wird das Frühwarnsystem fündig, alarmiert es die Behandelnden unverzüglich per App. So können Ärztinnen und Ärzte lebensrettende Maßnahmen schneller einleiten. Unter Federführung der Universitätsklinik Aachen hat die Bayer AG bei der Entwicklung dieses Systems eng mit dem „Supercomputing Centre“ am Forschungszentrum Jülich zusammengearbeitet.

Medizininformatik-Initiative: ASIC - Algorithmische Überwachung in der Intensivversorgung
Film: Digitale Assistenz am Krankenbett

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF


So funktioniert die Einwilligung zur Datennutzung für die medizinische Forschung

Voraussetzung für das Forschen mit Daten ist die informierte Einwilligung der Patientinnen und Patienten in die Nutzung ihrer Daten. Wie funktioniert das genau? Wie lange werden die Daten gespeichert und wer darf sie nutzen? Wie wird der Datenschutz sichergestellt und was passiert bei einem Widerruf? © BMBF