Medizininformatik in Deutschland

Forschungszentrum Jülich GmbH

Projektpartner im Konsortium SMITH

m SMITH-Konsortium sollen selbstlernende Computersysteme Ärzten am Krankbett als „Diagnostische Expertenberater“ zur Seite stehen und ihnen helfen, schnell die für den Patienten beste Entscheidung zu treffen. Dafür müssen sogenannte virtuelle Patientenmodelle entwickelt werden. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen diese Computermodelle lernen, in den Datenkolonnen der Patienten versteckte Vorboten für kritische Situationen zu erkennen – z.B. für ein drohendes akutes Lungenversagen. Ärzte und Pfleger können dadurch schneller alarmiert werden und rechtzeitig lebensrettende Maßnahmen einleiten. Um dies zu ermöglichen entwickelt das Forschungszentrum Jülich (FZJ) zusammen mit weiteren SMITH-Partnern das Modell eines „virtuellen Patienten“. Da solche Modelle durchaus eine hohe Anzahl von Konfigurationsparametern haben, erfordern sie den Einsatz von Hochleistungsrechnen, um bessere statistische Aussagen treffen zu können. Das Modell des „virtuellen Patienten“ wird zusammen mit weiteren maschinellen Lernmodellen für eine zuverlässige Vorhersage von Krankheitsverläufen mit den Patientendaten von Intensivstationen genutzt. Das FZJ ist eines der größten interdisziplinären Forschungszentren Europas. Mit dem „Jülich Supercomputing Centre“ verfügt der Standort über langjährige Erfahrungen im Hochleistungsrechnen und in der Analyse großer Datenmengen.
Wichtig für den Erfolg der Medizininformatik ist auch die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. An der Schnittstelle von Lebenswissenschaften, Medizin und Informatik bieten das FZJ und die RWTH Aachen gemeinsam den Studiengang „Simulation Sciences“ an.

Forschungszentrum Jülich
Jülich Supercomputing Centre

Intensivmedizin

Im SMITH-Konsortium entwickelt das Forschungszentrum Jülich (FZJ) innovative IT-Lösungen für die Analyse von Patientendaten. Das Ziel ist ein selbstlernendes Computersystem, das große Datenmengen analysiert und darin versteckte Muster und Zusammenhänge erkennt. Ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz soll das System lernen, die auf Intensivstationen laufend erfassten Patientendaten nach Vorboten für kritische Situationen – z.B. für ein akutes Lungenversagen – zu durchsuchen. Über drohende Gefahren soll es Ärzte und Pfleger sofort alarmieren, damit sie rechtzeitig lebensrettende Maßnahmen einleiten können.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF