Medizininformatik in Deutschland

GECKO-Institut für Medizin, Informatik und Ökonomie
Heilbronn

Projektpartner im Konsortium HiGHmed

Am GECKO-Institut forschen und entwickeln Wissenschaftler an den Schnittstellen zwischen Medizin, Ökonomie und Informatik. Das GECKO ist ein Forschungsinstitut der Hochschule Heilbronn und nimmt für HiGHmed die Themen Datenschutz und Datensicherheit in den Fokus. Wenn zwischen den Partnern des HiGHmed-Konsortiums die sensiblen Daten von Patienten und ihren Krankheiten ausgetauscht und gemeinsam analysiert werden sollen, dann haben Datenschutz und Datensicherheit hohe Priorität. Ein wichtiges Element ist dabei die sogenannte Pseudonymisierung. Hierbei wird der Name des Patienten durch eine Nummer ersetzt, die ihm nicht direkt zugeordnet werden kann. Die Forscher können dann mit den Daten arbeiten, die Identität des Patienten bleibt geschützt. Ergeben sich bei der Analyse der Daten jedoch wichtige neue Erkenntnissen für die Behandlung des Patienten, müssen die Ärzte ihn trotz der Verschlüsselung kontaktieren können. Ein solcher Pseudonymisierungsdienst ist aufgrund der vielen unterschiedlichen Daten und Partner im HiGHmed-Konsortium besonders aufwendig. Denn es muss jederzeit nachvollziehbar sein, welche Daten für welchen Zweck genutzt werden dürfen. Die Kenntnis der gesetzlichen Regelungen in Deutschland und der EU sowie die erforderlichen Computerprogramme sind eine Expertise des GECKO-Instituts.
Im Rahmen des gemeinsamen Lehr- und Schulungsprogramms von HiGHmed erarbeiten die Mitarbeiter der Heilbronner Informatik-Fakultät neue Lehrkonzepte im Bereich der sicheren Softwareentwicklung für Medizinprodukte. Seit 1972 bietet die Hochschule Heilbronn zusammen mit der Universität Heidelberg den ältesten Studiengang im Bereich der Medizinischen Informatik weltweit an.

GECKO Institut
Medizinische Informatik (B.Sc. )
Medizinische Informatik (M.Sc.)

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF