Medizininformatik in Deutschland

Technischen Universität München
Klinikum rechts der Isar

Konsortialführer im Konsortium DIFUTURE

Prof. Dr. Klaus A. Kuhn leitet das Konsortium DIFUTURE. Als Mathematiker, Informatiker und Mediziner steht er dem Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMedIS) der Technischen Universität München vor. Mit seinen Mitarbeitern erforscht er, wie Daten verarbeitet und zusammengeführt werden können, um zu einer wertvollen Informationsquelle für Forschung und Versorgung zu werden. Die Wissenschaftler richten ihren Blick dabei insbesondere auch auf die Datensicherheit und den Datenschutz. Eine wichtige Rolle spielt die enge Kooperation zwischen Klinikern und Methodenwissenschaftlern und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

  • Innovative Methoden der Zusammenführung und Analyse verschiedenster Daten aus Krankenversorgung und Forschung sollen helfen, die Ursachen und -verläufe von Erkrankungen besser zu verstehen. Die Wissenschaftler vergleichen zunächst Krankheitsverläufe von Patienten mit Multipler Sklerose unter verschiedenen Therapien. Die Ergebnisse sollen frühzeitig gezielte und personalisierte Medikationsempfehlungen ermöglichen und eine optimale Therapie sicherstellen.
  • Die Daten sollen auch für Wissenschaftler anderer Standorte nutzbar sein. Das erfordert umfassende Maßnahmen des Datenschutzes, insbesondere zur sicheren, verteilten Auswertung der Daten. DIFUTURE wird ein breites Spektrum von aktuellen wissenschaftlichen Methoden einsetzen, um Datenschutz auf höchstem Niveau zu garantieren.

Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

Neurologie

Im Fokus der Wissenschaftler stehen zwei neurologische Erkrankungen: Multiple Sklerose und Morbus Parkinson. Computergestützt vergleichen Forscher und Mediziner zahlreiche Krankheitsverläufe, um zukünftig gezielte und personalisierte Medikationsempfehlungen geben zu können. Das Ziel: Jeder Patient soll die für ihn bestmögliche Therapie erhalten. Zusammen mit Klinikern integrieren und analysieren die Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Informatik in München dafür verschiedenste Daten aus der Krankenversorgung und der Forschung mit Hilfe innovativer IT-Methoden.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF