Medizininformatik in Deutschland

Siemens Healthcare GmbH
Erlangen

Projektpartner im Konsortium HiGHmed

Viele Patienten erfassen mit ihren mobile Geräte wichtige Gesundheitsdaten. Damit Ärzte und Forscher solche von Smartwatches, implantierten Sensoren oder mobilen Messgeräten aufgenommenen Daten nutzen können – z.B. den Puls oder den Blutdruck –, bedarf es verschiedener technischer Lösungen.
Im HiGHmed-Konsortium fokussiert sich Siemens Healthineers auf die Auswertung und Aufbereitung medizinischer Daten aus verschiedenen Datenquellen sowie auf den Transfer von Daten, die Patienten über mobile Geräte selbst sammeln. Siemens Healthineers entwickelt Programme, mit deren Hilfe Mediziner die enorme Datenflut aus solchen Systemen auswerten und gebündelt darstellen können. Patienten werden so noch enger in die Behandlung einbezogen und präziser therapiert. Die ersten Programme wird Siemens Healthineers zusammen mit den anderen Partnern von HiGHmed für die Anwendungsbereiche Kardiologie und Onkologie entwickeln. Die Lösungen sollen auch auf andere Krankheitsbilder übertragbar sein.
Neue Erkenntnisse wird Siemens Healthineers im Rahmen des gemeinsamen Lehr- und Schulungsprogramms von HiGHmed allen Interessierten als digitale Lehr- und Lerneinheiten zur Verfügung stellen.

Siemens Healthcare GmbH

Onkologie

Um Patienten, die an Krebs erkrankt sind, bestmöglich behandeln zu können, müssen die Ärzte möglichst viel über den Tumor wissen. Das HiGHmed-Konsortium nutzt und speichert daher sehr unterschiedliche medizinische Daten, die einen Tumor individuell und präzise charakterisieren. Mithilfe von IT-Lösungen können diese Daten – von genetischen und radiologischen Befunden bis hin zu Blutwerten – zusammengefasst und anschaulich dargestellt werden. Der Beitrag von Siemens Healthineers konzentriert sich auf technische Lösungen zur Aufbereitung solcher Daten in sog. Entscheidungsunterstützungssystemen. Diese Software-Lösungen helfen den Ärzten dabei, die Therapien für ihre Patienten individuell und bestmöglich zu planen.

Kardiologie

Um Herz-Kreislauf-Risikopatienten frühzeitig identifizieren und besser behandeln zu können, will das HiGHmed-Konsortium die medizinischen Daten von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem aktuellen Wissen aus der Forschung zusammenführen und auswerten. Geräte, die zur Fernüberwachung der gesundheitlichen Verfassung von Patienten eingesetzt werden – z.B. Smartwatches oder implantierte Sensoren –, spielen beim Sammeln dieser Daten eine wichtige Rolle. IT-Lösungen von Siemens Healthineers ermöglichen den Transfer, die Aufbereitung und die Darstellung dieser Daten in sog. Entscheidungsunterstützungssystemen. Sie helfen den Ärzten dabei, Therapien für ihre Patienten individuell und bestmöglich zu planen.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF