Medizininformatik in Deutschland

TU Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden & 
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Projektpartner im Konsortium MIRACUM

Krankheiten genauer verstehen und Heilungschancen der Patienten verbessern – dafür vernetzt die Medizininformatik Daten aus dem medizinischem Alltag, der klinischen Forschung und der Grundlagenforschung. Dreh- und Angelpunkt bilden dabei die Datenintegrationszentren. Ein Set komplexer IT-Lösungen – MIRACOLIX genannt – ist das Herzstück dieser Zentren im MIRACUM-Konsortium. Dresden entwickelt dafür wichtige Bausteine, darunter die sog. Daten-Repositorien. Sie speichern und organisieren die riesigen medizinischen Datenschätze.
Das Datenintegrationszentrum in Dresden unterstützt eines der konkreten Anwendungsbeispiele, mit denen MIRACUM den Mehrwert der Medizininformatik in der Praxis zeigen will: Damit der medizinische Fortschritt schneller bei den Patienten ankommt, sollen klinische Studien effizienter werden. Diese Studien müssen wissenschaftlich belegen, dass neue Wirkstoffe oder Verfahren wirksam und verträglich sind, bevor sie Teil des medizinischen Alltags werden. Computer sollen – unter strenger Beachtung des Datenschutzes – Patientendaten analysieren, damit die Forscher geeignete Studienteilnehmer künftig schneller finden und einladen können.

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Institut für Medizinische Informatik und Biometrie, TU Dresden

Klinische Studien

Den medizinischen Fortschritt schneller zu den Menschen bringen – das ist eines der Ziele von MIRACUM. Bevor neue Therapien den Alltag der Patienten verbessern, müssen klinische Studien beweisen, dass diese Neuerungen auch sicher und wirksam sind. Dafür testen Forscher z.B. neue Wirkstoffe an freiwilligen Probanden, die an ganz bestimmten Krankheiten leiden. Wenn geeignete Probanden schwer zu finden sind, verzögern sich diese Studien. Das will MIRACUM ändern: Datenanalysen sollen helfen, Studienteilnehmer künftig schneller zu finden und zu den Studien einzuladen. Dresden unterstützt MIRACUM dabei, die dafür nötigen IT-Lösungen zu entwickeln und anzuwenden.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF