Medizininformatik in Deutschland

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Projektpartner im Konsortium SMITH

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat in allen Bereichen der Patientenversorgung eine hohe Expertise. In der medizinischen Forschung etablierte das UKE multidisziplinäre Zentren zu seinen fünf Forschungsschwerpunkten:

  • Center for Inflammation, Infection and Immunity
  • Hamburg Center of NeuroScience
  • Cardiovascular Research Center
  • University Cancer Center Hamburg
  • Center for Health Care Research

Das UKE beteiligt sich – zusammen mit weiteren Partnern der Medizininformatik-Initiative – an vielfältigen Anwendungsfällen, die den Mehrwert von IT-Lösungen und Datenanalysen für eine bessere Versorgung aufzeigen:

  • Arzneimitteltherapiesicherheit: Innovative IT-Lösungen tragen dazu bei, die Arzneimittelsicherheit und Arzneimitteltherapien zu optimieren. Stationsapotheken können so riskante Wirkstoffkombinationen frühzeitig erkennen und Betroffene besser vor unerwünschten Nebenwirkungen geschützt werden.
  • Lungenkrankheiten: Mithilfe von Datenanalysen können Ärztinnen und Ärzte chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD besser diagnostizieren und wirkungsvoller behandeln.
  • Krebsmedizin: Je mehr Ärztinnen und Ärzte über die spezielle Krebserkrankung jedes einzelnen Betroffenen wissen, desto besser und zielgerichteter können sie über die bestmögliche personalisierte Therapiemöglichkeit entscheiden. Um möglichst viele Informationen zu sammeln, sollen klinische und biomedizinische Daten – z.B. zu genetischen Veränderungen in Tumoren – an möglichst vielen Standorten übergreifend analysiert werden können.

Folgendes bereits abgeschlossene Projekte der Medizininformatik-Initiative hat das UKE unterstützt:

  • Intensivmedizin: Automatisiert sucht ein Frühwarnsystem in den Routinedaten der Patientinnen und Patienten nach Vorboten eines akuten Lungenversagens. Wird das System fündig, sendet es eine Nachricht auf die Dienst-Smartphones der behandelnden Ärztinnen und Ärzte. So können sie therapeutische Maßnahmen schneller einleiten – und Leben retten.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Intensivmedizin

Lebensrettende Maßnahmen auf Intensivstationen schneller einleiten, wenn Komplikationen wie das akutes Lungenversagen drohen – dabei hilft dem medizinischen Personal eine intelligente IT-Lösungen der Medizininformatik-Initiative. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich an der Entwicklung dieses computergestützten Frühwarnsystems beteiligt. Es basiert auf einer hybriden Kombination aus Künstlicher Intelligenz und etablierten Computermodellen.

Medizininformatik-Initiative: ASIC - Algorithmische Überwachung in der Intensivversorgung
Film: Digitale Assistenz am Krankenbett

Onkologie

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird die individuelle und präzise Bekämpfung von Krebserkrankungen durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gewährleistet. Als Teil des SMITH-Konsortiums hat das UKE erfolgreich ein Datenintegrationszentrum (DIZ) etabliert. Mit seiner Expertise in personalisierter Onkologie, Prozessmanagement und breitem Informatik-Know-how für die Installation von Netzwerkkomponenten und die Schaffung von Schnittstellen spielt das UKE eine entscheidende Rolle bei der effizienten Integration und Darstellung relevanter Daten von Krebspatientinnen und -patienten. Diese Lösungen unterstützen die Behandlungsteams dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und gezielte Therapieoptionen für die Patientinnen und Patienten am UKE zu identifizieren.

Im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs baut das Projekt PM4Onco auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative sowie dem Fachwissen der onkologischen Spitzenzentren in Deutschland auf. Es wird eine landesweite Infrastruktur geschaffen, die es ermöglicht, klinische und biomedizinische Forschungsdaten, Informationen von Betroffenenbefragungen sowie Krebsregisterdaten standortübergreifend zu nutzen. Die Analyse und Anwendung dieser Daten zielt darauf ab, Ärzte und Ärztinnen vor Ort noch besser dabei zu unterstützen, für ihre Patienten und Patientinnen fundierte und personalisierte Therapieentscheidungen zu treffen.

Nationale Dekade gegen Krebs: Vernetzte Daten für bessere Therapieentscheidungen

Arzneimittelwechselwirkungen

Innovative IT-Lösungen sollen die Arzneimittelsicherheit weiter verbessern. Die dafür relevanten Informationen werden aus den im Versorgungsalltag der beteiligten Kliniken anfallenden Dokumentationen zunächst für Computeranalysen aufbereitet: Wer erhielt wann welches Medikament gegen welche Erkrankung? Mit welchem Erfolg? – und welche Nebenwirkungen traten auf? Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) beteiligt sich an der Erhebung und Nutzung dieser Daten ebenso wie an der Ausarbeitung zentraler Forschungsfragen zur Verbesserung der Sicherheit von Arzneimitteltherapien. Eine besondere Expertise des UKE basiert dabei auf dem in Hamburg seit Jahren etablierten „Closed Loop Medication Management“. Dieser komplett digital unterstützte Arbeitsablauf reicht von der Verschreibung eines Medikamentes durch das ärztliche Personal über die Prüfung und Bereitstellung durch die Apotheke (inklusive automatischer, individueller Verpackung der Medikamente) bis hin zur Dokumentation der Arzneimittelgabe an die Patientinnen und Patienten.

INTERPOLAR – Medikationsprobleme und Arzneimittelwechselwirkungen verringern

Videos

DIFUTURE: Multiple Sklerose - Patientendaten nutzen, Therapien optimieren


HiGHmed: Herzschwäche besser behandeln – Betroffene als Forschungspartner


MIRACUM: Gemeinsam gegen COPD und Asthma


SMITH: Digitale Assistenz am Krankenbett


Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – erklärt in 3 ½ min

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


So funktioniert die Ein­willigung zur Daten­nutzung für die medizinische Forschung

Voraussetzung für das Forschen mit Daten ist die informierte Einwilligung der Patientinnen und Patienten in die Nutzung ihrer Daten. Wie funktioniert das genau? Wie lange werden die Daten gespeichert und wer darf sie nutzen? Wie wird der Datenschutz sichergestellt und was passiert bei einem Widerruf? © BMBF

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