Medizininformatik in Deutschland

Universitätsmedizin Mainz

Projektpartner im Konsortium MIRACUM

Vielfältige medizinische und informationstechnische Kompetenzen zeichnen die Mainzer Universitätsmedizin aus. So ist das hiesige Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) ein bedeutendes Zentrum für die Erforschung und die Therapie von Krebserkrankungen. In MIRACUM trägt das UCT dazu bei, die Behandlung von Tumoren weiter zu verbessern. Ziel ist es, die Patienten mithilfe computergestützter Datenanalysen künftig individuell und bestmöglich zu behandeln. Das Mainzer Datenintegrationszentrum unterstützt das Konsortium zudem bei der Analyse von Daten zu chronischen Atemwegserkrankungen, beispielsweise Asthma.

Ein weiteres Ziel von MIRACUM ist es, die klinische Forschung schneller und effizienter machen kann. Klinische Studien prüfen z.B. neue Wirkstoffe an geeigneten freiwilligen Patienten, bevor sie Teil des medizinischen Alltags werden. Die Universitätsmedizin Mainz unterstützt MIRACUM dabei, mithilfe von IT-Lösungen – unter strenger Beachtung des Datenschutzes – mögliche Studienteilnehmer schneller zu finden.

Das Vertrauen der Patienten und deren informationelle Selbstbestimmung sind in der Medizininformatik von höchster Priorität. Mainz entwickelt dafür Software-Module, die die Identität der Patienten schützen und die höchste Anforderungen des Datenschutzes erfüllen.

Universitätsmedizin Mainz
UCT – Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Mainz

Klinische Studien

Neue Therapie- und Diagnoseverfahren verbessern die Patientenversorgung. Doch bevor Ärzte sie im Alltag einsetzen können, müssen klinische Studien beweisen, dass z.B. neue Medikamente gut und verträglich wirken. Das Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) der Universität Mainz plant und organisiert große klinische Studien seit rund zwei Jahrzehnten. Oft ist es dabei schwierig, genug geeignete Studienteilnehmer zu finden. Mit ihrer Erfahrung unterstützen klinische Forscher aus Mainz das MIRACUM-Konsortium dabei, die Suche nach geeigneten Probanden mithilfe von IT-Lösungen – unter strenger Beachtung des Datenschutzes – zu verbessern. So sollen klinische Studien effizienter werden und neue Therapien schneller bei den Patienten ankommen.

Lungenkrankheiten

Die biologischen Mechanismen vieler Krankheiten unterscheiden sich oft von Patient zu Patient im Detail. Das gilt z.B. für chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma. Moderne Informationstechnologie soll helfen, die Varianten solcher Krankheiten besser zu charakterisieren und präziser zu diagnostizieren. Ärzte können ihre Patienten dadurch schneller mit der bestmöglichen Therapie behandeln. Damit das gelingt, unterstützt die Universitätsmedizin Mainz das MIRACUM-Konsortium dabei, die Daten zu chronischen Atemwegserkrankungen auszuwerten.

Onkologie

Damit Ärzte für jeden Krebspatienten schnell die bestmögliche Therapie finden, müssen sie zahlreiche und vielfältige Informationen bewerten – von genetischen Analysen und Röntgenbildern bis hin zu Blutwerten. Dabei sollen ihnen künftig Computerprogramme zur Seite stehen, die alle behandlungsrelevanten Daten zusammenfassen und anschaulich darstellen. Daran arbeitet das Mainzer Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) im Konsortium MIRACUM.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF