Medizininformatik in Deutschland

Universität Ulm
Institut für Medizinische Systembiologie

Projektpartner im Konsortium DIFUTURE

Neurodegenerative Erkrankungen erforschen, um sie besser behandeln zu können – das ist einer der Schwerpunkte, denen sich die Medizinische Fakultät der Universität Ulm widmet. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird hier groß geschrieben. Und so arbeiten die Ulmer Mediziner mit Fachleuten aus der Informatik und dem Ingenieurwesen eng zusammen. Ein Dreh- und Angelpunkt dieser Zusammenarbeit ist das von Prof. Hans A. Kestler geleitete Institut für Medizinische Systembiologie.
Basierend auf den im Konsortium DIFUTURE entwickelten IT-Lösungen bauen Kestler und sein Team in der Universitätsmedizin Ulm ein Datenintegrationszentrum auf. Dort werden vielfältige Daten aus verschiedensten Quellen vernetzt, harmonisiert und analysiert: von Blutwerten bis hin zu Genanalysen, von Daten aus dem medizinischen Alltag und der klinischen Forschung bis hin zu Daten aus der Grundlagenforschung. Die Analyse dieser Datenschätze soll Medizinern und Forschern helfen, Krankheiten genauer zu verstehen und die Heilungschancen der Patienten zu verbessern. In Ulm steht dabei derzeit die Multiple Sklerose im Fokus.

Medizinische Fakultät der Universität Ulm
Universitätsklinikum Ulm
Institut für Medizinische Systembiologie (englischsprachig)

Neurologie

Ulmer Forscher und Mediziner wollen im Konsortium DIFUTURE die Lebensqualität von Patienten mit Multipler Sklerose verbessern. Dafür entwickeln und erproben sie mathematische Modelle. Sie sollen riesige, für den Menschen unüberschaubare Datenmengen analysieren und somit unentdeckte genetische Besonderheiten und Gemeinsamkeiten von Patienten mit neurologischen Erkrankungen aufspüren. Mithilfe der gewonnen Ergebnisse sollen Ärzten und Forscher besser zu verstehen, wie sich diese Erkrankungen entwickeln – und vor allem, wie man sie besser behandeln kann.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF