Medizininformatik in Deutschland

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Projektpartner im Konsortium HiGHmed

Das Team der Medizinischen Informatik des Instituts für Medizinische Informatik und Statistik (IMIS) um Professor Bergh am UKSH-Standort Kiel hat umfangreiche Erfahrungen in der Anwendung von Telekommunikations- und Informationstechnologien im Gesundheitswesen und dem Wissensmanagement in der Medizininformatik.

Gemeinsam mit dem IT Center of Clinical Research (ITCR) am UKSH-Standort Lübeck baut das IMIS das Medizinisches Datenintegrationszentrum (MeDIC) des UKSH auf. Das MeDIC soll die Datenbestände des Universitätsklinikums campusübergreifend in einer zentralen Infrastruktur zusammenführen und Patientenversorgung sowie Forschung gleichermaßen unterstützen: Es stellt Ärzten und Forschern digitale Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie Daten abfragen und analysieren können. Zugleich bildet das MeDIC eine ideale Plattform für den zukünftigen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin.

Der UKSH-Standort Kiel beteiligt sich am Anwendungsfall des HiGHmed-Konsortiums zur Kardiologie: Über ein eigenes Portal können Patienten Einblick in ihre Datenbestände erhalten. Sie können selbst weitere Daten erfassen und verfolgen, wie Forscher und Ärzte ihre Daten nutzen. Alle Aspekte der Datensicherheit und des Datenschutzes werden durch die breite Kompetenz innerhalb des Konsortiums abgedeckt. Als einer der Standorte des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. bringt das UKSH seine langjährigen Erfahrungen und wertvolle Datensätze für den Anwendungsfall Kardiologie in das HiGHmed-Konsortium ein.

Seit 2020 unterstützt das UKHS am Campus Kiel auch den konsortienübergreifenden Anwendungsfall zu Arzneimittelwechselwirkungen: Innovative IT-Lösungen sollen helfen, die Arzneimittelsicherheit und -therapien zu optimieren. Mediziner sollen riskante Wirkstoffkombinationen frühzeitiger erkennen und Patienten künftig besser vor unerwünschten Nebenwirkungen schützen.

Sektion Medizinische Informatik im IMIS
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)
Kardiologie und Angiologie am UKSH

Kardiologie

HiGHmed will die Therapie von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessern. Im Fokus steht die Früherkennung einer Verschlechterung der Herzfunktion. Hierzu sollen medizinische Daten von Herzpatienten des Klinikums, aber auch im häuslichen Umfeld erfasste Daten einbezogen und mit Forschungsergebnissen zusammengeführt werden.



Als einer der Standorte des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. bringt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein dabei seine langjährigen Erfahrungen und wertvolle Datensätze für den Anwendungsfall Kardiologie in das HiGHmed-Konsortium ein.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF


So funktioniert die Einwilligung zur Datennutzung für die medizinische Forschung

Voraussetzung für das Forschen mit Daten ist die informierte Einwilligung der Patientinnen und Patienten in die Nutzung ihrer Daten. Wie funktioniert das genau? Wie lange werden die Daten gespeichert und wer darf sie nutzen? Wie wird der Datenschutz sichergestellt und was passiert bei einem Widerruf? © BMBF