Medizininformatik in Deutschland

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Projektpartner im Konsortium HiGHmed

Datenanalysen für die personalisierte Medizin nutzen – darauf ist das Team des Instituts für Medizinische Informatik der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster spezialisiert. Die Kernkompetenzen des Instituts sind in den Arbeitsgruppen Bioinformatik und Medizininformatik zusammengefasst. Die Schaffung von IT-Infrastrukturen und Analyseverfahren für die patientenorientierte Forschung sind seit Jahren eine Herzensangelegenheit der Münsteraner Forscher. So wird im Rahmen des HiGHmed-Projekts in Kooperation mit dem Universitätsklinikum ein Medizinisches Datenintegrationszentrum (MeDIC) aufgebaut. Als Drehscheibe für Innovationen in der klinischen Forschung und Versorgung soll das MeDIC die Daten aller medizinischen Forscher in Münster vernetzen und komplexe Analysen ermöglichen. Über benutzerfreundliche Online-Werkzeuge sollen Patienten der Nutzung ihrer Daten für Forschungszwecke zustimmen können.
Um Patienten künftig besser vor gefährlichen Keimen zu schützen, entwickelt das Konsortium HiGHmed ein elektronisches Frühwarnsystem. Es soll die Verbreitung resistenter Erreger in Krankenhäusern frühzeitig erkennen und helfen, sie einzudämmen. In diesem Anwendungsfall bringt das Institut für Hygiene in Münster seine wertvolle Expertise ein: Es forscht mithilfe modernster Analyseverfahren und ist zugleich Sitz der Westfälischen Akademie für Krankenhaushygiene.

Institut für Medizinische Informatik
Westfälische Akademie für Krankenhaushygiene
Institut für Hygiene des Universitätsklinikum Münster: Forschungsschwerpunkte

Infektionskontrolle

Um die Verbreitung gefährlicher Krankenhauskeime künftig besser erkennen und eindämmen zu können, entwickelt HiGHmed ein elektronisches Frühwarnsystem. Ein solches System kann zukünftig viele Menschenleben retten: Heute sterben in jedem Jahr allein in Europa rund 25. 000 Patienten an Infektionen, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft.
Das Frühwarnsystem soll die komplexen Zusammenhänge und Ursachen solcher Infektionen in Kliniken und auch die Übertragung von Keimen zwischen den Krankenhäusern aufdecken. In diesen Anwendungsfall bringt das Münsteraner Institut für Hygiene seine langjährige Erfahrung in der Infektionsforschung und Krankenhaushygiene ein.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF