Medizininformatik in Deutschland

Universitätsklinikum Würzburg und Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Projektpartner im Konsortium HiGHmed

Die medizinische Fakultät blickt in Würzburg auf eine 600-jährige Tradition zurück. Um Patienten bestmöglich zu behandeln, arbeiten am hiesigen Universitätsklinikum und an der Universität mehr als 1.400 Wissenschaftler und Ärzte zusammen. Die in jüngster Zeit gegründeten interdisziplinäre Forschungszentren und die Digitalisierung stärken das fruchtbare Zusammenspiel von Forschung und Medizin. Der Aufbau eines Medizinischen Datenintegrationszentrums (MeDIC) macht es künftig möglich, neueste Forschungsergebnisse aufzurufen, Patientendaten zu analysieren und die gewonnenen Informationen zum Wohl der Patienten zu nutzen – im Forschungslabor und am Krankenbett. In Würzburg steht dabei die Kardiologie im Fokus. Das hiesige Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) bringt seine langjährigen Erfahrungen aus der klinischen Herzforschung sowie wertvolle klinische Datensätze in das Konsortium HiGHmed ein, damit herzkranke Menschen künftig noch besser behandelt werden können. Das DZHI verfügt über zahlreiche Bioproben, z.B. Blut- oder Gewebeproben von Patienten. Die Analyse dieser Biomaterialien hilft Forschern und Ärzten, Herzinsuffizienz besser zu verstehen und zu behandeln. Diesen wertvollen Probenbestand bewahrt die interdisziplinäre Fakultäts-Biobank Würzburg (ibdw) für das DZHI sicher auf.
Innovative IT-Strukturen allein bringen den Nutzen vernetzter Daten aber noch nicht zu den Patienten. Entscheidend für den Erfolg der Medizininformatik sind Ärzte und Mitarbeiter anderer Gesundheitsberufe, die wichtige Schlüsselkompetenzen mitbringen. Im Rahmen des gemeinsamen Lehr- und Schulungsangebots von HiGHmed entwickelt Würzburg entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote. In deren Fokus stehen Informationsmanagement und Patientenzentrierung. Letztere stellt die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt des medizinischen Handelns.

Universitätsklinikum Würzburg
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz in Würzburg (DZHI)
Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg (ibdw)

Kardiologie

Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) in Würzburg unterstützt das Ziel des Konsortium HiGHmed, herzkranke Menschen künftig besser zu behandeln. Im Fokus stehen dabei herzinsuffiziente Patienten, deren Zustand sich trotz medizinscher Versorgung immer weiter verschlechtert. Ob ein Patient zu dieser Risikogruppe gehört, lässt sich heute kaum vorhersagen. Damit Ärzte diese Risikopatienten künftig früher erkennen und Gefahren gezielt vorbeugen können, sollen die medizinischen Daten von Herzpatienten aus der Klink und das Wissen aus der Forschung zusammengeführt und systematisch ausgewertet werden. In dieses medizininformatische Anwendungsbeispiel bringt das DZHI neben seiner langjährigen Erfahrung aus der klinischen Herzforschung auch seine Biobanken sowie wertvolle Datensätze in HiGHmed ein.

Videos

Die Medizininformatik-Initiative des BMBF – Daten gemeinsam nutzen

Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF