Medizininformatik in Deutschland

DIFUTURE

Erkrankungen wirkungsvoller verhindern, schneller diagnostizieren, zielgenauer und mit weniger Nebenwirkungen therapieren – daran arbeitet das Konsortium DIFUTURE. Unter strenger Beachtung des Datenschutzes führt es dafür zahlreiche Informationen aus der Krankenversorgung und der Forschung zusammen und analysiert sie mithilfe innovativer IT-Lösungen.

  • Das erste Ziel von DIFUTURE ist es, die Therapie der Multiplen Sklerose zu verbessern. Die Patienten sollen zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine für sie maßgeschneiderte Medikation erhalten. DIFUTURE vergleicht die Krankheitsverläufe zahlreicher Patienten, um in den riesigen Datenbergen versteckte Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der Betroffenen aufzuspüren. Mithilfe der gewonnenen Ergebnisse wollen die Forscher mathematische Modelle entwickeln, die für jeden Patienten den Erfolg verschiedener Behandlungsoptionen vorhersagen können. Diese Analysen können den Ärzten helfen, für jeden Betroffenen die jeweils vielversprechendste Therapie zu ermitteln und anzuwenden.
  • Die Methoden, die DIFUTURE für die Multiple-Sklerose-Forschung und -Therapie entwickelt, sollen in einem zweiten Schritt Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung helfen. Auch hier werden Daten verschiedenster Art für standortübergreifende Analysen nutzbar gemacht, um eine frühzeitige und individualisierte Therapie zu ermöglichen. Künftig soll das DIFUTURE-Methodenspektrum auch helfen, Menschen mit Krebs, Schlaganfall, Herz-Kreislauf- sowie Seltenen Erkrankungen besser zu behandeln.
    Die vernetzte Nutzung von Daten erfordert umfassende Maßnahmen des Datenschutzes. DIFUTURE wird innovative Methoden einsetzen, um dies zu garantieren. Das Vertrauen der Patienten und deren informationelle Selbstbestimmung sind absolute Kernpunkte für DIFUTURE.

medizininformatik-initiative.de DIFUTURE
difuture.de

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Fördersumme: 30,8 Mio. €
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Zeitraum: Zeitraum: 2018–2021
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6 Universitäten mit Universitätsklinika, 1 Universität, 1 Industriepartner

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Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF