Medizininformatik in Deutschland

HiGHmed

HiGHmed möchte durch neue medizininformatische Lösungen die Versorgung der Patienten verbessern und die klinische Forschung effizienter machen – unter strikter Wahrung des Datenschutzes. Folgende medizinische Anwendungsfälle stehen dabei im Fokus:

  • Um Krebspatienten wirkungsvoller behandeln zu können, schafft HiGHmed ein virtuelles Onkologiezentrum. Es bereitet die enormen Datenmengen auf, die bei der Behandlung von Krebspatienten entstehen, und macht sie für die klinische Praxis nutzbar. Ärzte können so ähnliche Krankheitsverläufe schneller erkennen und ihre Patienten gezielter und individuell behandeln. Dabei geht es zunächst um die Therapie von Patienten mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der Leber und der Gallengänge.
  • Datenanalysen sollen Ärzten künftig helfen, Herz-Kreislauf-Patienten besser zu therapieren. In der Kardiologie werden Patienten schon heute mit tragbaren, implantierten oder vernetzten Geräten ausgestattet, um Krankheitsverläufe engmaschig zu erfassen. Diese Datensätze aus Langzeitüberwachungen und -messungen werden in die IT-Architektur von HiGHmed integriert. Ziel ist es, Risikopatienten dadurch früher zu erkennen und gezielt zu behandeln, um Krankenhausaufenthalten vorzubeugen und Todesfälle zu verhindern.
  • Um die Menschen in Krankenhäusern gegen gefährliche Keime besser schützen zu können, entwickelt das Konsortium HiGHmed ein computerbasiertes Frühwarnsystem. Krankenhäuser stehen durch resistente Erreger, Erregerübertragungen und sogenannte Krankenhausinfektionen vor großen Herausforderungen. Ausbrüche sind ein erhebliches medizinisches Problem – sowohl für die Betroffenen als auch für die Bevölkerung im Allgemeinen. Das automatisierte Frühwarnsystem soll Infektionsherde und Übertragungswege in Krankenhäusern frühzeitig erkennen und dabei helfen, Infektionen schneller unter Kontrolle zu bringen.

medizininformatik.de: HiGHmed
highmed.org

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Fördersumme: 41 Mio. €
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Zeitraum: 2018-2021
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8 Universitätskliniken, 8 akademische Partner, 4 Industriepartner

Videos

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Mit rund 160 Millionen Euro fördert das BMBF von 2018 bis 2021 die digitale Vernetzung von Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. Der Animationsfilm zeigt, wie die Medizininformatik dazu beitragen wird, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvoller zu behandeln. © BMBF


Medizininformatik: Ein Schatz, den es zu heben gilt

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeigt schon heute, wie die Digitalisierung die medizinische Forschung stark verändert. Hier sucht man mithilfe von Datenanalysen nach Wirkstoffen gegen Alzheimer oder Parkinson. © BMBF